Waldmuseum Burg/ Dithmarschen

 

Waldmuseum


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Adresse

Obere Waldstraße
(eigener Parkplatz, Gehweg vom Bahnhof, ZOB oder Markt  jeweils ca. 15 Min.)
25712 Burg/Dithmarschen

Tel.: 04825/ 29 85
Fax: 04825/ 358
E-Mail: info@waldmuseum.de
www.waldmuseum.de

Öffnungszeiten

Anfang April bis 31. Oktober
dienstags bis sonntags (montags geschlossen)
10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr

Führung und pädagogische Betreuung von Schulklassen und Gruppen nach vorheriger Absprache

Eintrittspreise

2,50 €

1,00 € für Schüler

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Informationen

Im Süden Dithmarschens schiebt sich ein Altmoränenrücken der Hohen Geest keilförmig in die Marsch vor. Am Osthang dieser Altmoräne steigt der Luftkurort Burg/Dithmarschen, die Perle der Westküste Schleswig-Holsteins, als einer der schönsten Dithmarscher Geestorte den eiszeitlichen Hang hinauf bis empor zum Aussichtsturm, dem Wahrzeichen der Region.

WaldmuseumWeniger bekannt, aber wesentlich bedeutender ist der Inhalt des Turmes, das Waldmuseum. Es mag verwundern, ausgerechnet in dieser waldarmen Westküstenregion das im Lande einzigartige Waldmuseum anzutreffen, ein Naturerlebnis von ganz besonderer Art.

In den zurückliegenden 30 Jahren entwickelte sich aus der örtlichen Schulwaldarbeit eine respektable naturkundliche Sammlung mit zahlreichen Ausstellungen zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt, die laufend variiert und ausgebaut werden.

So werden beispielsweise in naturnahen Modellen alle in unserem Land heimischen Amphibien- und Reptilienarten und die wichtigsten Vertreter der Speise- und Giftpilze Schleswig-Holsteins vorgestellt. Lebensnah präparierte Vögel und Säuger vermitteln eine Vorstellung von der Artenvielfalt in unserer Region.

Die große Brüll´sche Doppelpyramide leitet über zu einer Trophäenschau, in der rezente und fossile Horn- und Geweihträger gegenüber gestellt werden. Wissenschaftlich bestimmte Reste von Mooreichen geben interessante Einblicke in die Bewaldungs- und Vorlandungsgeschichte der Nacheiszeit.

BernsteinBernstein als fossiles Harz der Bernsteinkiefer wird in Küstenfunden von Nord- und Ostsee, in seiner Verarbeitung zu Schmuck sowie mit Einschlüssen gezeigt. Eine weitere Ausstellung ist dem Thema "Flora und Fauna der Polarregion" gewidmet. Das Museumskonzept vermittelt neben einer eingehenden Darstellung des Ökosystems Wald auch Einblicke in aktuelle Natur- und Umweltschutzfragen.

Maßgeblichen Anteil an der zielstrebigen und erfolgreichen musealen Aufbauarbeit hatte der Gründer und langjährige ehrenamtliche Leiter des Museums, der Realschulkonrektor Hellmut Vogel.

Das Museum wurde im Laufe seines Bestehens mit wissenschaftlichen Ergebnissen heimatgeologischer Forschung ergänzt. So konnte sich ein Spezialmuseum herausbilden, dass schwerpunktmäßig die schlüssige Darstellung der erd- und waldgeschichtlichen Entwicklung des regionalen Raumes anstrebt. Durch die Auswertung geeigneter Bodenprofile, die zum Teil unmittelbar vor Ort gewonnen werden konnten, wurde es möglich, die Waldgeschichte des Dithmarscher Raumes für einen Zeitraum von rund 130.000 Jahren zurückzuverfolgen.

Die wissenschaftlichen Pollenanalysen des Landesamtes für Natur und Umwelt bilden das Kernstück der waldgeschichtlichen Darstellung, die durch Schautafeln, Vierfarbdrucke, Stammstücke, Blütenmodelle und Pollenfotos verschiedener Baumarten sowie durch Hölzer, Samen und Früchte aus Großrestanalysen veranschaulicht wird.

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Naturerlebnisraum Waldmuseum

In direktem Zusammenhang mit diesem wissenschaftlichen Schwerpunkt des Museums stehen zwei waldgeschichtliche Pflanzungen, die zu den Besonderheiten des Natur-Lehrpfades zählen: die Pflanzungen der Eem-Warmzeit und die Pflanzung der Nacheiszeit.

NaturerlebnisDer Natur-Lehrpfad lädt zu reizvollen Wanderungen durch die Waldparadiese in der umgebenden Altmoränenlandschaft ein; diese wurde durch die gewaltigen Transportleistungen der nordeuropäischen Eismassen während der Saale-Eiszeit geformt. So findet der Waldbesucher an der Wanderstrecke des Lehrpfads einen Steingarten, der die Vielfalt saalezeitlicher Findlingsbrocken, die alle aus der Burg-Moräne stammen, vor Augen führt. Diese Souvenirs aus der Eiszeit wurden bestimmt von einem Gesteinsexperten aus dem Landesamt für Natur und Umwelt.

All diese Hinweise auf waldgeschichtliche, geologische, biologische und heimatkundliche Zusammenhänge verleihen dem Burger Erholungswald eine hohe Erlebnisqualität und führten zur Anerkennung als Naturerlebnisraum durch das Umweltministerium des Landes. Das Waldmuseum übernimmt in diesem Naturerlebnisraum die Funktion eines Informationszentrums Wald. Mit seinen Ausstellungen will das Museum die Informationen und Erkenntnisse der Besucher vertiefen, um sie dann von diesem Kernbereich aus an Wald und Natur heranzuführen.

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Museumspädagogik

Stärker noch als in den Gründungsjahren des Museums wird gegenwärtig der Lebensraum Wald angesichts der drohenden Wald- und Umweltkatastrophe in die pädagogische Arbeit des Waldmuseums einbezogen. Die Funktion des Waldmuseums wird sinnfällig ergänzt durch seine zentrale Lage im Burger Erholungswald. Hier erschließt sich den Schülern ein Aktionsfeld, welches einer handlungsorientierten Natur- und Umweltbildung zuarbeitet.

PilzeDas Waldmuseum ist bemüht, mit erlebnishafter Naturpädagogik der zunehmenden Naturentfremdung entgegenzuwirken und für den Lebensraum Wald Verständnis und Verantwortungsgefühl zu wecken.
Jährlich besuchen ca. sechs- bis siebentausend Kinder, Schüler und Jugendliche einzeln, in Gruppen oder mit ihren Schulklassen das Waldmuseum. Die pädagogische Betreuung dieser jungen Besucher kann in Anbetracht sehr begrenzter personeller Möglichkeiten nur eingeschränkt den Erfordernissen entsprechen. Die wünschenswerte Anerkennung des Waldmuseums als Einsatzstelle für eine FÖJ-lerin wird ein Beitrag sein, das Museum als Stätte lebendiger Natur- und Umwelterziehung zu unterstützen.

Mit dem Waldmuseum hat sich im Laufe der letzten Jahre im Bereich von Bildung und Erziehung ein Kooperationsmodell herausgebildet, das in Sachen Wald und Natur die drei Ebenen von  Schul-,  Museums- und Umweltpädagogik zusammenführt. Dass sich diese Schnittstelle entwickeln konnte, hängt folgerichtig auch mit der besonderen Gründungsgeschichte des Waldmuseums zusammen, welches aus der pädagogischen Auswertung der Schulwaldarbeit an der Realschule Burg hervorgegangen ist.

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Touristische Angebote

Touristische AngeboteIm Dithmarscher Luftkurort befindet sich das Waldmuseum sowie die Bökelnburg. Die waldreiche Gemeinde Burg grenzt an den Nord-Ostsee-Kanal. Überall gibt es gut ausgeschilderte Reit-, Radfahr- und Wanderwege.

 

 

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Anreise

  • Bundesbahn: Strecke Hamburg - Westerland, im Stundentakt, vom Burger Bahnhof 15 Minuten Gehweg durch den Erholungswald
  • Busse im ÖPNV: Service Dithmarschenbus, vom ZOB 15 min Gehweg
  • A 23: Abfahrt Schafstedt, Richtung Burg, 15 Minuten Fahrzeit über Eggstedt und Hochdonn
  • eigener Museumsparkplatz am Waldrand

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Museumslandschaft Dithmarschen: Kreis Dithmarschen, Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestrasse 2-4, 25704 Meldorf,
Telefon: 04832/ 6 00 06- 0, Fax: 04832/ 6 00 06- 17, E-Mail: Landesmuseum@dithmarschen.de

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